*** Update ***

Seit unserem Artikel vom 17. Februar 2015 sind alle „aufgewacht“. Alle Parteien und Wählergemeinschaften verfolgen u.a. eine gemeinsame Unterschriftensammlung gegen die 380kv-Leitung auf Henstedt-Ulzburger Gebiet.

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[17. Februar 2015] Rächt sich die Gleichgültigkeit der Gemeinde zum Thema Stromtrassen? Das fragt die FDP und fordert Verwaltung und Gemeindevertretung in Henstedt-Ulzburg auf, jetzt schnellstens klare Stellung zu beziehen.

„Schön, dass die Gemeinde nun endlich aufgewacht ist“, so der FDP-Fraktionsvorsitzende Klaus-Peter Eberhard.

Nicht umsonst hat der Umwelt- und Planungsausschuss auf seiner letzten Sitzung nunmehr einmütig einen Sonder-Arbeitskreis zur Erarbeitung einer gemeindlichen Stellungnahme eingesetzt.

Bereits vor 2 Jahren hatte die FDP als einzige Partei in Henstedt-Ulzburg einen entsprechenden Antrag der Wählergemeinschaft WHU unterstützt. „Es ist zwingend erforderlich, vor dem Hintergrund der anstehenden Entscheidung zur Trassenführung von Stromleitungen in oder außerhalb von Henstedt-Ulzburg eine Meinung zu definieren“, so die FDP damals.

Eberhard kritisiert vor allem das damalige Verhalten der SPD. Deren Gemeindevertreterin Edda
Lessing hatte im Finanzausschuss erklärt, „dass sie nach Rücksprache mit der Tennet keine Eilbedürftigkeit erkennen könne und diese auch nicht geboten sei.“

Auch heute noch glaube der SPD-Fraktionsvorsitzende Horst Ostwald nicht, dass es Versäumnisse gab. „Natürlich gab es die“, erklärt die FDP dazu. „Wer Dinge bewegen will, muss am Ball bleiben. Unsere Nachbargemeinden haben dies getan, Henstedt-Ulzburg nicht.“

„Hoffentlich rächt sich dieses Verhalten jetzt nicht“, so Eberhard. Umso wichtiger ist es jetzt, als Gemeinde gemeinsam und kraftvoll aufzutreten.

„Wer die Energiewende wirklich will“, so die FDP, „wird auch verstehen, dass der durch Windenergie produzierte Strom transportiert werden muss und dazu Leitungen nötig sind. Aber es ist genauso wichtig, dass diese Leitungen so gelegt werden, dass die Menschen in Henstedt-Ulzburg dabei nicht benachteiligt werden. Das einzig Gute ist: es noch vor zwölf Uhr. Zwar nur 5 Minuten, aber immerhin vor 12 und nicht nach 12.“