„Es ist unsere Pflicht, dass wir uns hinsetzen und uns die Ausgabenseite angucken, wir haben Rekordsteuereinnahmen.“ Klaus-Peter Eberhard, Fraktionsvorsitzender der FDP in Henstedt-Ulzburg. Die FDP lehnt die von der Wählergemeinschaft BFB geforderten Steuererhöhungen strikt ab.

Statt den Bürgern ständig tiefer in die Tasche zu greifen, muß die Gemeinde endlich mit ihrem Geld auskommen. Noch nie hat die Gemeinde Henstedt-Ulzburg mehr Steuern eingenommen als in diesem Jahr.

Übrigens stimmt die Behauptung der BFB, eine Grundsteuererhöhung würde nur „Reiche“ treffen, nicht. Grundsteuererhöhungen treffen jeden Mieter, da die Grundsteuer auf die Miete umgelegt wird. Damit würde auch Wohnraum  wieder für jedermann teurer werden.

Die FDP kritisiert vor allem, daß die Gemeinde immer mehr Aufgaben mit enormem Kostenaufwand selber übernimmt, statt wirtschaftliche Lösungen zu suchen. Aktuelle Beispiele sind:

die Reinigung von Schulen wird von neu eingestellten Gemeindemitarbeitern durchgeführt. Dies stellt ein Millionenrisiko dar, da es weder ein vernünftiges Personalmanagement noch ein nachvollziehbares Qualitätsmanagement gibt. Besser wäre es gewesen, aus der verunglückten Fremdvergabe zu lernen und die Verträge mit Reinigungsfirmen besser zu gestalten und klare Qualitätskriterien und Qualitätskontrollen einzufordern

die Stelle des Energiebeauftragten. Diese von der WHU und SPD geforderte und durchgesetzte Stelle hat die Erwartungen nicht erfüllt. Entsprechende Einsparungen auf der Energieseite konnten nicht erzielt werden. Für den „Tipp“, doch mal die Fenster im Alstergynmasium zu schliessen, braucht die Gemeinde keinen Energiebeauftragten.

Verwaltungsstrukturen. Da die Personalkosten der mit Abstand grösste Kostenblock des Gemeindehaushaltes sind, müssen neben den Aufgaben auch die Organisation des Rathauses regelmässig überprüft werden. Werden die Mitarbeiter richtig eingesetzt? Sind die Führungsstrukturen aktuell? Sind Geschäftsprozesse und Systeme optimal gestaltet? Werden Mitarbeiter gezielt weiterqualifiziert? Sind die Stellen funktionsgerecht besetzt?

Interessanterweise fordert die BFB nicht nur zum wiederholten Male massive Steuererhöhungen, sondern der damalige BFB-Bürgervorsteher Carsten Schäfer wollte vor der letzten Kommunalwahl noch schnell eine kräftige Erhöhung der Aufwandsentschädigung für den Bürgervorsteher erreichen.