Die FDP ist von Carsharing als moderner Mobilitätsalternative überzeugt. „Dafür braucht es aber mindestens 15-20 Fahrzeuge in Henstedt-Ulzburg,“ glaubt Stephan Holowaty, FDP-Vertreter im Umwelt- und Planungsausschuß und Direktkandidat für die Landtagswahl 2017.

Und das ist auch der Grund, warum die FDP in Henstedt-Ulzburg den Vorstoß der Wählergemeinschaft WHU zur Einrichtung von Carsharing in der Gemeinde heftig kritisiert. „Nichts weiter als eine zaghafte Schnapsidee, mit gerade mal einem Auto und einem Standort,“ so Holowaty.

Holowaty weiter: „So wie die WHU das Thema angeht, zerstört dies den an sich guten Carsharing-Gedanken auf lange Zeit. Die FDP ist willens, einen vernünftigen und mutigen Carsharing-Ansatz voranzubringen. Aber wir wollen kein Flickwerk ohne messbares Ergebnis, das der WHU nur zur Selbstbelobigung dient.“

Der Sinn von Carsharing liegt für eine Gemeinde darin, durch eine Reduzierung der Anzahl der Fahrzeuge vor allem Parkraum einzusparen.  Dies sei aber mit dem WHU-Ansatz überhaupt nicht zu erreichen.

Die FDP weiter: Der große Vorteil eines eigenen Autos sei die Flexibilität. Daher muss bei sinnvollem Carsharing sichergestellt sein, dass der Nutzer sich darauf verlassen kann, praktisch „stets und überall“ und damit wann und wo immer er es braucht mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Carsharing-Auto vorzufinden.  „Nur dann macht der Verzicht auf ein eigenes Auto Sinn.“

Daher sei der WHU Ansatz, nur ein einzelnes Carsharing-Auto bereitzustellen, „komplette Augenauswischerei“, so die Liberalen.

Wer Carsharing wirklich wolle, müsse daher „mehrere Nummern größer denken“, fordert Stephan Holowaty. „Wir brauchen die Überzeugung, dass Carsharing erfolgreich und wichtig ist, und nicht nur ein Feigenblatt nach dem Motto „wir haben es halt auch eingeführt““.

Für Henstedt-Ulzburg bedeutet dies: Erfolgreiches Carsharing braucht ein Startangebot von mindestens 15, besser 20 Fahrzeugen. Es muss sichergestellt werden, dass diese nicht nur am Bahnhof bereitstehen, sondern an mehreren dicht bewohnten oder hoch frequentierten Standorten. „Da gibt es mehrere Modelle, wie so etwas sichergestellt werden kann“, so die FDP.

Dabei kann sich nach den Vorstellungen der FDP die Gemeinde durchaus an einer Startfinanzierung beteiligen. „Aber dazu gehört erstens ein Konzept, das erfolgversprechend, mutig und zukunftsorientiert ist. Und die Gemeinde darf auch nicht nur wie bei den WHU-Ideen am Risiko beteiligt werden, sondern muss auch am Erfolg beteiligt werden und dabei mindestens die Chance haben, eine Startfinanzierung wieder „hereinzuholen““, so Stephan Holowaty.